Freitag, 19. Juni 2015

Kräutersalz.


Das vorletzte Wochenende war sehr warm und wir haben es genutzt, um uns an der Ostsee zu entspannen, oder eher gesagt um abzuschalten. Es ist uns ziemlich gut gelungen. Wir waren auswärts essen, was bei uns eine sehr seltene Angelegenheit geworden ist - kein Wunder bei 6 Kindern. Am Wochenende habe ich nun meinen Kopf endlich freibekommen. Und wenn der Kopf frei ist, kommen ja die neuen Ideen. 






Das Meer, die frische Luft und der Duft von sonnengeküssten Kräutern überall! Da kam mir eine neue (alte) Idee in den Sinn, die ich schon lange realisieren wollte : Kräutersalz.

Das Aromatisieren von Salz ist eigentlich keine neue Idee für mich; ich habe es ab und zu für den täglichen Bedarf gemacht. Dafür habe ich die getrockneten Kräuter zerkleinert und dem Salz zugefügt. Man kann solch ein Salz für  Suppen und zum Marinieren verwenden.



Der Aufenthalt am Meer und in den Gärten hat mich jetzt wieder auf den Gedanken  gebracht ein Salz zu kreieren, das das Aroma und die Farbe der frischen Kräuter beibehält.

In meinem Kopf hatte ich dann gleich hunderte von Varianten, die man machen könnte. Ausprobiert habe ich für euch nur eine. Das Resultat hat mir persönlich sehr gut gefallen. Ich werde jetzt mit verschiedenen Kräutern weiter experimentieren.

Und so war es dieses Mal:
Aus dem Garten habe ich Fenchel, Oregano, Olivenkraut, Basilikum und Lorbeer geholt.


Vom Markt kamen dann Dill, Estragon und Petersilie dazu.

Meine Variante von Kräutersalz:

10 gr frische Kräuter
100 gr Salz (Meersalz oder feines Steinsalz)

Alle Kräuter von harten Stängeln befreien und in einer Küchenmaschine zusammen mit dem Salz zerkleinern. Am besten das Salz vorher kühlen, damit die Kräuter durch das  Erwärmen  Beim Zerkleinern keine Vitamine verlieren. Wer keine leistungsstarke Küchenmaschine hat, kann die Kräuter im Mörser zerkleinern und dann mit dem Salz vermischen.


Das Kräutersalz hält sich 1-3 Monate im Kühlschrank ohne den Geschmack zu verlieren, allerdings lässt die schöne Farbe nach, da der Fermentierungsprozess sich nicht stoppen lässt. Dafür ist aber dieses Salz roh und enthält noch alle Enzyme und Vitamine. Wenn man das Kräutersalz eine längere Zeit genießen möchte, friert man einfach kleine Portionen ein und so kann man es nach Bedarf den ganzen Winter hindurch verwenden.



Zum Schluss einige Tips:

Es ist empfehlenswert die Pflanzen vor dem Blühen zu Sammeln, da sie danach die ganzen Kräfte an die Blüte abgeben und dadurch meist im  Geschmack nachlassen.

Fenchelgrün gibt dem Salz eine sehr schöne Farbe, hat aber einen deutlichen Anisgeschmack. Wem das nicht schmeckt, lässt den Fenchel einfach weg.

Verwendungsmöglichkeiten: in Salaten, Suppen, als Deko auf den fertigen Gerichten, aber auch zum Marinieren von Fisch, Käse und Gemüse.

Man muss die Kräuterkombination nicht 1 zu 1 übernehmen. Hier ist Ausprobieren gefragt. Nehmt eure Lieblingskräuter und kreiert eure eigene Geschmacksrichtung.



Ich habe das Kräutersalz in kleine Gläschen eingepackt und einige verschenkt. Als Inspiration für alle mit Blog und auch ohne - Satinbänder mit dem Blognamen oder einer persönlichen Ansprache bedrucken lassen, diese um das Kräutersalz-Gläschen binden und verschenken. Ich habe meine Bänder HIER bestellt.






P. S. Im nächsten Artikel zeige ich euch, wie einfach und schnell es geht  das Kompott für den Winter einzuwecken.


Ich wünsche allen viel Würze am kommenden Wochenende!
Tania.






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